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Buddhismus

Was ist Buddhismus?
Die Lehren des Buddha Shakyamuni, der Buddha Dharma, sind ein Pfad, der uns von den aufwühlenden Emotionen und der grundlegenden Unwissenheit befreit. Dieser Dharma befreit uns von der Existenz im leidvollem Dasein, Samsara genannt, der von tiefer Furcht bestimmt wird. Dharma führt zur Frucht von Unabhängigkeit, vollkommener Freiheit und dem Zustand der Furchtlosigkeit. Somit bewegen wir uns jenseits von Furcht. Wenn wir den Buddha Dharma oder Buddhismus etwas näher betrachten, entdecken wir die Reinheit dieses Pfads und seiner Lehren. Er ist wie pure Wissenschaft- eine Wissenschaft des Geistes. Man kann mit Gewissheit sagen, dass Buddha Dharma keine Religion ist. Er ist die reine und ursprüngliche Wissenschaft der Menschheit. Diese Lehre arbeitet mit dem negativen und dem positiven Aspekt unseres samsarischen Geistes und ist im Wesentlichen die Wissenschaft der Erforschung der zugrundeliegenden Natur unseres Geistes. Die buddhistischen Lehren sind wie reines Wasser, das in verschiedene kulturelle Gefässe gegossen werden kann. Das Wasser hat keine eigene Form oder Farbe, es nimmt die Form des jeweiligen Gefässes an. Auch wenn sich seine Form womöglich verändert, so bleibt die Essenz des Wassers rein. Durch die Anwendung von möglichst tiefer Präzision, von Achtsamkeit und Mitgefühl, versuchen wir diese reine Essenz der Lehren des Buddha in unserem Leben zu entdecken, frei von den kulturellen Fallen.
Dzogchen Ponlop Rinpoche
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